Der Markt der Buchhaltungsprogramme ist mittlerweile sehr groß und gerade für Neueinsteiger auch unübersichtlich geworden.
Es gibt diverse Softwarehäuser, die die unterschiedlichsten Versionen für Buchhaltung, Finanzbuchhaltung, Rechnungswesen, Fakturierung usw. anbieten. Die Angebotspalette reicht dabei von kostenlosen Lösungen bis hin zu den hochpreisigen Anwendungen für große Betriebe.
Wir möchte Ihnen auf diesem Vergleichsportal einen Einblick in die, auf dem Markt vorhandenen, Softwarepakete für Buchhaltung geben.
Dabei werden wir unterschiedliche Kriterien ansetzen und die Software auf der Basis ihrer Funktionen kategoriesieren.

Kann ich Freeware nutzen?
Grundsätzlich spricht nichts gegen Freeware und es gibt auch einige gute Angebote auf dem Markt, die mehr als nur eine Demoversion bieten.
Beachten sollte man hier aber, das die Software idR jährlich vom Entwickler angepasst werden muß und bei kostenlosen Versionen kann es durchaus mal passieren, das nicht weiterentwickelt wird oder im schlimmsten Fall die Entwicklung komplett eingestellt wird. Das kann einen zeitintensiven Softwarewechsel nach sich ziehen. Ganz besonders, wenn keine andere Buchhaltungssoftware einen Importfilter für Ihre Freeware hat.

Wieviel Geld muß ich ausgeben?
Diese Frage kann man nicht pauschal beantworten. Das hängt von Ihren Anforderungen und auch ganz wesentlich von Ihren Firmendaten ab. Die Höhe des Umsatzes, Mitarbeiter, soll der Steuerberater den Abschluß machen, müssen Sie bilanzieren, usw. Und das sind nur einige wenige Beispielkriterien. Sprechen Sie hier am besten mit einem Steuerberater Ihres Vertrauens und legen mit ihm fest, welchen Teil Sie und welchen Teil er übernehmen soll/kann. Sie müssen sich natürlich im Vorfeld darüber im Klaren sein, wieviel Arbeit Sie persönlich in Ihre Buchhaltung investieren wollen. Hier ist durchaus ein beachtliches Einsparpotential vorhanden.

Was muß ich als Freiberufler beachten?
Freiberufler sind, unabhängig von ihren Einnahmen, von der doppelten Buchführung befreit. Das bedeutet, sie müssen nur eine jährliche Einnahmen-Überschussrechnung erstellen. Bei der einfachen Buchführung gilt das Prinzip der Ist-Besteuerung. Dabei werden Umsätze und Ausgaben erst besteuert, wenn sie tatsächlich ein- oder ausgegangen sind. Im Gegensatz dazu wird bei der Soll-Versteuerung sofort bei Rechnungsstellung versteuert, also noch bevor man das Geld überhaupt erhalten hat. Sprechen Sie hierbei auf jeden Fall mit einem Steuerberater über Details.

Muß ich bilanzieren?
Als Voraussetzung zur Bilanzpflicht gelten unter anderm folgende Grenzen: Wenn Sie im Jahr mehr als 50.000 EUR Gewinn oder mehr als 500.000 EUR Umsatz machen, sind Sie zur Bilanzierung verpflichtet. Grundlage der Bilanzierung ist die kaufmännische oder doppelte Buchführung. Hier werden „Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung“ vorausgesetzt, eine Beratung durch einen Steuerberater ist unbedingt erforderlich.

Kann ich Kleinunternehmer werden?
Als Kleinunternehmer melden Sie grundsätzlich erst einmal ein Gewerbe an, wie jeder andere Selbstständige auch. Sie gelten dann als Kleinunternehmer, wenn Ihr Umsatz im vorangegangenen Jahr den Betrag von 17.500 EUR nicht überschritten hat und der Umsatz im jeweils aktuellen Jahr 50.000 EUR voraussichtlich nicht übersteigen wird. Dies muß dem Finanzamt bekannt gegeben werden. Als Kleinunternehmer dürfen Sie keine Mehrwertsteuer ausweisen oder geltend machen (Umsatzsteuer/Vorsteuer). Zu Beginn der Selbstständigkeit bekommt man einen Fragebogen zugesandt. Wählt er dort die Kleinunternehmerregelung, ist er 5 Jahre an diese Entscheidung gebunden. Rechtsgrundlage: § 19 Abs. 1 und 2 des Umsatzsteuergesetzes (UStG). Lassen Sie sich vor Beginn der Selbstständigkeit von einem Steuerberater beraten.

Was ist mit Online-Angeboten?
Buchhaltung, Rechnungswesen usw. läßt sich mittlerweile auch bei vielen Anbietern online bewerkstelligen. Der große Vorteil bei diesen Paketen liegt darin, das keine Software gekauft werden muß. Es fallen idR geringe monatliche Gebühren an. Auch kostenlose Angebote gibt es in diesem Bereich. Ein weiterer Vorteil ist die Aktualität. Gesetztesänderungen werden vom Anbieter in seine Software integriert und Sie arbeiten sofort mit einer aktuellen Version. Das kann aber auch gleichzeitig ein Nachteil sein, wenn der Anbieter nicht rechtzeitig seine Software aktualisiert. Darauf haben Sie dann keinen Einfluß. Ein weiterer Punkt, der auch beachtet werden sollte: Ihre Daten liegen auf fremden Rechnern, zu denen Sie idR keinen Zugang haben.

Wie können wir Ihnen helfen?
Das alles sind viele Fragen, die Sie sich zu Beginn der Selbstständigkeit stellen werden. Daher ist es wichtig, das Sie sich durch einen Steuerberater beraten lassen. Auch das Finanzamt beantwortet grundsätzliche Fragen.
Wir können hier keine konkreten Empfehlungen für Ihr Unternehmen aussprechen.

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Wir empfehlen Ihnen die Informationen zu den Programmen auf den jeweiligen Herstellerseiten auf ihre Richtigkeit/Vollständigkeit zu überprüfen.

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